Im Umbruch zum 20. Jahrhundert war die Gattung der Kunstfotografie geboren. Durch den gezielten Einsatz von Unschärfe und Kontrasten wurden die Ausdrucksmöglichkeiten des rein technischen Mediums malerischer. Die Bewegung der Amateurfotografen schloss sich weltweit in Vereinen zusammen. Sie trugen Wettbewerbe aus, organisierten Kurse, Vorträge und publizierten Fachbeiträge in Fotografie-Zeitschriften.
Einer der erfolgreichsten unter ihnen war ein Lehrer aus Coswig bei Dresden: Otto Ehrhardt (1869-1942). Er war reiner Autodidakt. Seine gesamte Freizeit galt der Fotografie. Für seine Gummidrucke wurde er international berühmt und in Dresdner Künstlerkreisen rund um Hugo Erfurth oder Oskar Zwintscher war er sehr gern gesehen.
Ehrhardts Fotografien bezeugen bis heute sein geschultes Auge, hohes Einfühlungsvermögen und seine Begabung, den perfekten Bildausschnitt und Moment einzufangen.
Das Museum Coswig bewahrt einen großen Teil des künstlerischen Nachlasses auf, darunter eine Vielzahl fotografischer Arbeiten, Ex-Libris sowie Auszeichnungen.
Zum 30jährigen Jubiläum der Karrasburg wird das fotografische Werk von Otto Ehrhardt und das Andenken der bedeutsamen Coswiger Persönlichkeit wieder ins Licht gerückt.
Gefördert vom Kulturraum Meißen - Sächsische Schweiz - Osterzgebirge
In Zusammenarbeit mit Deutsche Fotothek / SLUB und Technische Sammlungen Dresden / Museen der Stadt Dresden. Mit freundlicher Unterstützung durch das Kupferstich-Kabinett / Staatliche Kunstsammlungen Dresden sowie der Kunstbibliothek / Staatliche Museen zu Berlin.
Kulturbetriebsgesellschaft Meißner Land mbH | Karrasburg Museum Coswig | Karrasstr. 4 | 01640 Coswig
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